Die wichtigsten Fakten zuerst
Padel ist aktuell die Wachstumssportart Nr. 1 in Europa. Erfunden hat sie Don Enrique Corcuera 1962 in Mexiko – heute ist Spanien das Zentrum des Sports, und Deutschland holt gerade auf.
8 Mio.
aktive Spieler in Europa
1962
erfunden in Mexiko
5 Mio.
Spieler allein in Spanien
71
Anlagen in Deutschland – 130 Courts, davon 40 in Tennisvereinen
Rund 2.000 Menschen spielen in Deutschland bereits aktiv Padel. Der Sport steht hier also noch am Anfang – ein guter Zeitpunkt, um einzusteigen.
Sechs Gründe, warum Padel zu dir passt
Padel ist schnell erlernt und ein effektives Workout – bei deutlich geringeren körperlichen Anforderungen als Tennis.
Schnell zu lernen
Mit Tennis-Vorkenntnissen, aber auch ganz ohne, wirst du leicht reinkommen. Die ersten Ballwechsel klappen meist in der ersten Stunde.
Kurze Wege
Der kleine Court bedeutet kürzere Strecken. Das Spiel ist eher auf Geschicklichkeit ausgelegt als auf Kraft.
Schonend für die Gelenke
Weniger abrupte Bewegungen als im Tennis. Deshalb lässt sich Padel in praktisch jedem Alter spielen.
Mehr Kontrolle am Schläger
Der Padelschläger ist kompakt, der Treffpunkt liegt näher an der Hand. Das gibt dir von Anfang an mehr Sicherheit.
Lange Ballwechsel
Weil die Wände mitspielen, bleibt der Ball länger im Spiel. Das erhöht den Spaßfaktor und bringt Flow ins Match.
Ein kommunikatives Spiel
Auf dem kleinen Feld sprecht ihr euch ständig ab. Padel ist damit so gesellig wie kaum eine andere Racketsportart.
Was brauchst du zum Spielen?
Erstaunlich wenig: einen Court, drei Mitspieler, einen Schläger und Bälle. Das sind die Eckdaten.
Der Court
10 × 20 Meter
- – Wände aus Gitter und Glas, die mitspielen
- – Netz in der Mitte, wie beim Tennis
- – Mehr über die Courts im Blog
Die Spieler
Immer vier
- – Gespielt wird ausschließlich im Doppel
- – Jedes Alter, jedes Level – Einsteiger und Erfahrene mischen sich problemlos
- – Du brauchst keinen festen Partner, um anzufangen
Die Ausrüstung
Schläger und Ball
- – Schläger aus Kunststoff oder Glasfasern, mit Löchern
- – Maximal 45,5 cm lang
- – Bälle wie Tennisbälle, nur etwas kleiner und mit weniger Druck
- – Deine Ausrüstung findest du hier
Wo kann ich Padel lernen?
Die Fakten sprechen für sich – bleibt nur die Frage, wo du anfängst. Drei Wege führen auf den Court:
An deinem Standort fragen
Grundsätzlich kannst du an allen Padel-Standorten Unterricht nehmen. Einfach anfragen und loslegen.
Akademien nutzen
Die Walls Academy und die Deutsche Padel Akademie bieten eine Vielzahl an Trainings- und Bildungsangeboten.
Zuschauen und nachlesen
Ein visuelles Gefühl bekommst du auf unserem YouTube-Channel. Grundlagen, Strategien und Spielsituationen erklärt das Padel-Buch.
Kurz erklärt
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Lob im Padel?
Ein Lob ist ein hoch gespielter Ball über die Gegner hinweg in den hinteren Teil des Courts. Er ist im Padel kein Notschlag, sondern ein taktisches Mittel: Er drängt die Gegner vom Netz weg nach hinten, während du selbst mit deinem Partner ans Netz vorrücken kannst. Ein guter Lob landet so tief, dass der Ball nur schwach von der Glaswand zurückkommt.
Was ist ein Smash im Padel?
Der Smash ist der harte Schlag von oben aus der Luft, meist am Netz gespielt. Anders als im Tennis ist er nicht automatisch ein Punktgewinn, weil der Ball über die Wände im Spiel bleibt. Deshalb gibt es kontrollierte Varianten wie Bandeja und Víbora, mit denen du den Druck am Netz hältst, statt volles Risiko zu gehen. Der flache, harte Smash lohnt sich vor allem dann, wenn der Ball hoch und kurz genug für dich steht.
Wie funktioniert der Aufschlag (Service) im Padel?
Aufgeschlagen wird von unten: Du lässt den Ball einmal auf dem Boden aufspringen und triffst ihn dann unterhalb der Hüfthöhe. Der Ball muss diagonal in das gegenüberliegende Aufschlagfeld gespielt werden, und du hast zwei Versuche. Nach dem Aufspringen im richtigen Feld darf der Ball die Glaswand berühren – trifft er dagegen das Gitter, ist der Aufschlag ungültig.
Warum spielen Padel-Spieler bevorzugt mit Slice statt mit Topspin?
Weil die Wände mitspielen. Ein unterschnittener Ball springt flacher und langsamer ab und kommt kaum brauchbar von der Glaswand zurück – der Gegner muss ihn tief und unter Druck spielen. Ein Ball mit Topspin springt dagegen hoch von der Wand ab und liefert dem Gegner einen bequemen Ball. Slice gibt dir außerdem mehr Kontrolle auf dem kurzen Court.
Was bedeutet „Golden Point“ im Padel?
Beim Golden Point wird bei 40:40 kein Vorteil mehr ausgespielt, sondern ein einziger entscheidender Punkt: Wer ihn gewinnt, gewinnt das Spiel. Das Rückschlägerteam entscheidet dabei, auf welcher Seite es den Aufschlag annimmt. Die Regel hält Matches zeitlich planbar und ist im Turnier- und Vereinsbetrieb weit verbreitet.